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Bericht zu Fronleichnam am 20.06.2019 in Reichenbach

Von Petra Wagner | 22.05.19

Fronleichnam am 20.06.2019 in Reichenbach 

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( Foto: Petra Wagner)

Fronleichnam 2019 in Reichenbach

Nachdem am frühen Morgen des 20. Juni noch ein heftiger Platzregen viele Fragezeichen in den Köpfen der Verantwortlichen verursachte, klarte es gegen acht Uhr auf, sodass wir einem schönen Tag entgegensehen konnten.

Der Blumenteppich konnte noch rechtzeitig fertiggestellt werden und um 10 Uhr begann der feierliche Gottesdienst in der Kirche St. Michael

«Gott, wo bist Du zu finden?»

Unter dieser Überschrift wurden die Lieder und Texte ausgesucht. Gott lässt sich nicht in Mauern und Buchstaben eingrenzen. Er ist da zu finden, wo die Menschen sind. Das war einer der Kerngedanken des Festgottesdienstes.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier durch die Damen des Kirchenchors St. Michael unter der Leitung von Frau Heier, die auch die Orgel spielte.

Der Überschrift «Gott, wo bist Du zu finden?» und dem Kerngedanken des Fronleichnamsfestes entsprechend haben wir dann in einer Prozession die Kirche verlassen. Zwei Stationen dienten noch einmal der Vertiefung des Festgedankens. Auf dem Schulhof der Realschule haben einige Damen des Kirchenchors Reichenbach inspiriert durch die Vorlage von Melanie Schwarz den Blumenteppich gestaltet.

An der zweiten Station, beim Brunnen vor der Brühlhalle wurde dann der feierliche Schlusssegen gespendet. An beiden Stationen hat der Musikverein Reichenbach die Musikalische Gestaltung und die Begleitung der Gemeindelieder übernommen.

Danach fanden sich alle zum Gemeindefest mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen in der Brühlhalle ein.

Viele fleißige Hände haben am Mittwochabend und seit dem frühen Donnerstagmorgen dafür gesorgt, dass alle in einer angenehmen Atmosphäre miteinander diesen Tag feiern konnten. Viele Gespräche haben die Menschen aus allen Teilorten unserer Kirchengemeinde miteinander in Verbindung gebracht.

Daher gilt an dieser Stelle allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben ein ganz herzliches «Dankeschön»: Dem Ortsausschuss Reichenbach unter der Leitung von Iris Mäntele für die organisatorische Vorbereitung, den Sekretärinnen in den Pfarrbüros für die organisatorische Unterstützung, den Damen des Kirchenchors, Frau Heier und dem Musikverein Reichenbach für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes, den Mesnerinnen und ihren Familien für den Kirchenschmuck und die Gestaltung der Altäre an den Stationen, dem Team der Malteser für ihre Präsenz während des gesamten Festes, den Ministrant*innen für den Dienst in der Liturgie und bei der Bedienung während des Mittagessens, Michael Schwarz und Team für die Organisation und die Zubereitung des Mittagessens, Frau Schmierer, Frau Zell und Frau Raab samt Team für die Gestaltung der Kuchentheke, Dolores Driessen für den Schmuck in der Brühlhalle, den Helfer*innen in der Küche und an den Kassen, sowie allen die auf vielerlei Weise am Mittwochabend und am Donnerstag tatkräftig dazu beigetragen haben, dass es ein für alle schönes Fest in einer angenehmen und einladenden Atmosphäre wurde.

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Thomas Vogel, Pfarrvikar

Demonstration des Glaubens – Fronleichnam
Kein Fest im katholischen Kirchenjahr ist öffentlicher: An Fronleichnam ziehen prächtige Prozessionen mit der Monstranz, dem meist prächtigen Gefäß zur Ausstellung der geweihten Hostie, durch die Straßen. Die Gemeinde bekennt damit selbstbewusst ihren Glauben und zeigt: „Seht her, das ist unser Gott. Ihr alle seid von ihm eingeladen!“

Der Name „Fronleichnam“ kommt aus dem Althochdeutschen: „Fron“ bedeutet „Herr“, „liknam“ Leib. Es geht also an diesem Tag um den „Leib des Herrn“. Der Herr ist Jesus Christus. Deshalb lautet die offizielle Bezeichnung „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.
„Leichnam“ ist dagegen eine etwas unglückliche Übersetzung. Denn es geht gerade nicht darum, dass wir etwas Lebloses anbeten. Sondern wir feiern, dass Jesus lebendig mitten unter uns ist. Wie kann er das sein? In der Eucharistiefeier verwandeln sich Brot und Wein durch Gottes Segen in Leib und Blut Christi. Diese Feier hat Jesus selbst am Gründonnerstag beim Letzten Abendmahl eingesetzt. An Fronleichnam feiern wir also die Eucharistie als Sakrament, das uns den Leib Christi gibt, und erinnern uns an Jesu Geschenk. Das Brot ist der lebendige Leib Christi.

Am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ zeigen wir der Welt diesen lebendigen Gott. Bei der Prozession zieht die Gemeinde zusammen mit der geweihten Hostie in der Monstranz durch die Straßen. Die Kirche tritt damit hinaus in die Welt. Wenn auch oft die Kirche als „Haus Gottes“ bezeichnet wird, so zeigt sich an Fronleichnam ganz klar: Gott ist überall zu Hause. Gott versteckt sich nicht in einem Gebäude. Er will hinaus zu uns, zu seinen Kindern.

Zu laut für die Karwoche

Fronleichnam wird am ersten Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest und am zweiten nach Pfingsten gefeiert. Der Donnerstag verweist auf den Gründonnerstag, an dem Jesus das Letzte Abendmahl feierte und so die Eucharistiefeier stiftete. Allerdings wollte man am Gründonnerstag keine großen Prozessionen und laute Umzüge veranstalten, zu deplatziert wäre das in der stillen Karwoche gewesen. Aus diesem Grund findet Fronleichnam nach dem Osterfest statt. Papst Urban IV. setzte es 1264 als offizielles Kirchenfest ein. Doch schon zuvor gab es ein Fest zur Verehrung der Eucharistie: 1246 wurde auf eine Vision der heiligen Augustinernonne Juliana von Lüttich hin in Lüttich solch eine Feier begangen.
Simon Biallowons

 

 

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